29 Jul

Wer spricht, der singt

Geschrieben von Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel

Noch ämol: Mannem odda Monnem? Dande (Tante) odda Donde? Kannsch odda konnsch? Ranze odda Ronze? Eigentlich ist es einfach: Das schriftliche Alphabet besteht aus starren Zeichen. Ein A ist ein A, ein R ist ein R. Unser Alphabet hat 26 Buchstaben. In unserer schönen Hochsprache, mehr noch in den klangvollen Dialekten gibt es aber tausende von Lauten. Diese akustische Vielfalt kann schriftlich nicht exakt widergegeben werden, selbst wenn wir Dutzende Zeichen dazu erfinden würden.

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29 Jul

Stirb lauter, Hummel!

Geschrieben von Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel
Schwer fällt, das Phänomen Zeit zu erfassen. Da die Zeit wenig anschaulich erscheint, behelfen wir uns mit Bildern aus der Raumerfahrung. Wir sagen von einem vergangenen Ereignis, es 'liegt hinter uns' und von einem, das wir erwarten, es 'liegt vor uns'. Unsere Raum-Zeit-Bilder können leicht die Illusion eines dem Raumschiff entsprechenden Zeitschiffes erzeugen, mit dem wir durch die Zeit schweben, während die Ereignisse auf uns zusegeln, näher kommen, vorüber gleiten und hinter uns in einem Raum verschwinden, den wir Vergangenheit nennen.

Genaue Betrachtung lässt uns die Illusion erkennen.
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29 Jul

Wir haben Päpste!

Geschrieben von Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel

Wenn die Kardinäle im Konklave einen neuen Papst erwählt haben, steigt aus der Sixtinischen Kapelle weißer Rauch auf und im Petersdom läuten die Glocken. Der dienstälteste Kardinal tritt ans Fenster und ruft den Gläubigen zu: „Annuntio vobis gaudium magnum: Habemus Papam!“ Zu Deutsch: „Ich verkünde euch große Freude: Wir haben einen Papst!“ Die groß Gaudi (gaudium magnum) kännt ma uff Monnemarisch so ausrufe: „Alder Schlabbe, mir hawwe än Babbe!“

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