Der Schwöbel-BLOG am Samstag

Die wollen nur spielen…

 

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BöllerInnen-Brain

Foto-Collage: Pixabay und Thomas Henne

Die wollen nur spielen…

Hans-Peter Schwöbel

Fortsetzung meines Der Schwöbel-Blog am Samstag vom 10. Januar 2026:

Der mögliche Einwand: „Ich verhalte mich doch achtsam und regelkonform, was kann ich für die Dummheiten und Verbrechen Anderer…“ trägt nicht. Das wäre so ähnlich, wie wenn ich allgemeingültige Verkehrsregeln ablehnen würde, nur weil ich selbst (hoffentlich…) keine Verkehrsgefährdungen verursache.

Die enormen ökologischen Schäden, die die Krach-, Macht- und Stink-Krawalle zum Jahreswechsel verursachen, werden kaum noch thematisiert. Man mag gar nicht an die Tiere denken, die diese Nacht überstehen müssen. Daran sind auch jene beteiligt, die glauben, ihr Feuerwerk regelkonform und rücksichtsvoll abzubrennen. Ein umweltbewusster Ballerer ist wie ein umweltbewusster Raucher: Nonsens.

Die Kritik am Geballere wird gerne abgewehrt mit der flennenden Frage, ob denn jetzt ALLES verboten werden soll. Das ist die bewährte Taktik der Tabakmafia. Ihr gelingt über Jahrzehnte, schwere Drogenabhängigkeit in eine Fahne der Freiheit umzuflaggen. Mich würde interessieren, ob jene, die jetzt davor warnen, ALLES zu verbieten, während der Tiefpunkte der Coronapandemie-Politik ihre Stimme erhoben haben, als wirklich (fast) alles verboten wurde. Nicht um Probleme zu lösen, sondern um in Deutschland die Verfassung außer Kraft zu setzen und Millionen Menschen gefügig zu machen. 

Jeder weiß, an Silvester soll nicht ALLES verboten werden, sondern nur Ballern und Feuern und der Verkauf explosiver Schadstoffe. Solche Verbote wären Grund zu heller Freude, der man mit Schalmeien, Pauken und Trompeten, mit landesweitem Läuten der Glocken, gemeinsamem Singen und anderen menschen- und umweltfreundlichen Aktivitäten zum Jahreswechsel Ausdruck verleihen könnte. Es würden sich bald wunderbare neue Begrüßungsrituale für das neue Jahr entwickeln. Diese Zeitenwende zu Silvester hätte eine ebenso befreiende und belebende Wirkung wie die Überwindung anderer „Brandmauern“.

Oft ist auch der Einwand zu hören, ein umfassendes Böllerverbot käme einer Kapitulation vor den Krawallmachern und Bürgerkriegsaffinen gleich. Mir scheint genau das Gegenteil richtig. Seit Jahren erleben wir in großen Städten zu jedem Jahreswechsel mehr oder weniger kaschierte Kapitulationen, weil die Ordnungs- und Hilfskräfte es gar nicht mehr schaffen, der Dummheit und Bosheit Paroli zu bieten. Ein umfassendes Böllerverbot wäre eine tragfähige Grundlage, gegen jene vorzugehen, die glauben, dem demokratischen Rechtsstaat und der zivilisierten Zivilgesellschaft ihren Hass und ihre Verachtung um die Ohren knallen zu müssen.

Könnten nicht zwischen den Bürgerkriegsübenden in der Silvesternacht und den Terroranschlagenden auf kritische Infrastruktur am Teltowkanal in Berlin am Samstagmorgen, 03. Januar 2026, ideologische und persönliche Beziehungen bestehen? Und dem 1. Adventswochenende 2025 im beschaulichen Gießen? 

Nein, Stopp, Halt! Ich ziehe diese Vermutungen zurück, weil es sich ganz sicher vielleicht um Verschwörungs-Theorien handelt. Und reformuliere meine Annahme im Sinne eines woken, hellsichtigen, blinden Gehorsams: Für die Bürgerkriegsübenden, die Terroranschlagenden, den Schwarzen Block in Gießen und anderswo gilt vielleicht ganz sicher: Die wollen nur spielen…

 

Ulf Poschardt schreibt am 04.01. digital und am 05.01.2026 in der Druckausgabe DIE WELT:

„Wenn der Linksextremismus und seine kulturellen Vorbereiter und Brandbeschleuniger in den Medien, im Kulturbetrieb und den Universitäten nicht bald auf echten Widerstand treffen und die nach Linksaußen offene NGO-Struktur jegliche staatliche Förderung verliert, droht den Deutschen am Ende der Zwanzigerjahre jede Menge extremistischer Gewalt – besonders von links.“

Ulf Poschardt ist Herausgeber von WELT, „Politico“ und „Business Insider“ und ist als Anwohner selbst vom Stromausfall betroffen.

Große Teile des politisch-medial-religiösen Komplexes äußern nach Krawallen und Attentaten routiniert ihr „Bestürzung“, und können doch ihre „klammheimliche Freude“ nicht verbergen; denn, die da „nur spielen wollen…“ sind links, also „unsere Kinder“, wie die Demokratie „unsere Demokratie“ ist. 

  

Der Schwöbel-BLOG am Samstag, 17.01.2026  

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„Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel ist ein Denker, ein Analyst, ein Philosoph, ein streitbarer Geist. Er ist ein großer Humanist, der mit seinem Nachdenken, Schilderungen von Momentaufnahmen und Beobachtungen mitreißen kann.“
Michael Kochendörfer, Journalist

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