Lebenslauf

Hans-Peter Schwöbel wurde am 02. November 1945 in Buchen/Odenwald als Sohn des Kaufmannsgehilfen/Kriegsinvaliden Peter Schwöbel aus Zotzenbach/Odenwald und dessen Ehefrau, der Hausfrau Hildegard Schwöbel, geb. Kattermann aus Mannheim geboren. Die Mutter war 1944, wie andere Frauen mit Kindern, wegen der schweren Fliegerangriffe auf Mannheim nach Eberstadt bei Buchen „evakuiert“ worden. 1952 zieht die Familie zurück nach Mannheim. Ältere Geschwister: Herrmann, Ingeborg und Annebärbel.

Acht Jahre Volksschule: vier Jahre Grund-, vier Jahre Realschule. Ein Jahr Fachschule für das Kraftfahrzeughandwerk. Lehre und Beruf als Kraftfahrzeugmechaniker; Gesellenbrief mit Auszeichnung.

Zweiter Bildungsweg - Berufsaufbauzug an der Wirtschaftsoberschule in Mannheim: Fachschulreife mit Auszeichnung. 1965 – 1967 Wirtschaftsoberschule in Mannheim: Abitur. Schule und später Studium ohne familiäre und mit nur kärglicher staatlicher Unterstützung. Schwöbel finanziert Schule und Studium zusammen mit seiner Freundin und späteren Frau Susanna Schwöbel-Martinez, geb. Kramer, mit eigener Hände und Köpfe Arbeit.

1967 Heirat mit Susanna Schwöbel-Martinez, geb. Kramer.

1967 – 1972 Studium der Sozialwissenschaften an der Universität Mannheim. Abschluss: Diplom-Soziologe (Gesamtnote: gut)

1. Allgemeine Soziologie: Erkenntnistheorie und sozialwissenschaftliche Theoriebildung (bes. Karl R. Popper und Hans Albert); Logik; Methoden empirischer Sozialforschung.

(Hans Albert)

2. Spezielle Soziologie: Entwicklung und Unterentwicklung. Probleme sozialen Wandels im Zusammenhang mit Industrialisierung. (Rainer M. Lepsius)

3. Sozialpsychologie: Sozialisation, soziale Rolle, abweichendes Verhalten. (Martin Irle)

4. Politische Wissenschaft: Politische Bedingungen sozialen Wandels. Systemvergleich Ost-West, Leninismus-Stalinismus. Das politische System der USA. Das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Diplomarbeit in Politischer Wissenschaft bei Hermann Weber über „Mao Tsetung und die Chinesische Kulturrevolution“. (Rudolf Wildenmann)

5. Allgemeine Pädagogik: Curriculumentwicklung, Methodik, Didaktik; Erwachsenenbildung; Sozialisation (Schicht / Milieu) und Schulerfolg. (Elfriede Höhn)

Referent und Leiter von Seminaren und Studienfahrten bei Organisationen der Jugend- und Erwachsenenbildung.

1973 – 1975 Im Auftrag des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV), Bonn: Wissenschaftlicher Berater des somalischen Erziehungsministeriums in Mogadischu. Curriculumentwicklung, Lehrerbildung und Materialproduktion (Bücher, Dia-Serien, Filme, Zeitungen, Bausteine für Alphabetisierungsunterricht etc.) für städtische und ländliche Erwachsenenbildung; Beratung der somalischen Regierung auf Ministerebene. Erziehungsprogramme für formale und nonformale Bildungssysteme; Ausbildung von Counterparts. Aufbau und Einsatz einer kompletten Offset-Druckerei. Stellvertretende Leitung des Projektes.

Nach der Rückkehr in die Bundesrepublik Deutschland wiederum vielfältige Tätigkeiten (Vorträge, Seminarleitung) in der Jugend- und Erwachsenenbildung. Publikationen in internationalen Fachzeitschriften für Alphabetisierung. Referent auf internationalen Alphabetisierungs-Konferenzen.

1979/1980 Wissenschaftlicher Berater des Genossenschaftsverbandes der Erdnuss- und Reisbauern in Gambia/Westafrika im Auftrag des Internationalen Genossenschaftsbundes (ICA), London: Curriculumentwicklung, Lehrerbildung und Materialproduktion für ländliche Erwachsenenbildungsprogramme; Ausbildung von Counterparts. Rekrutierung von Lehrer-Schülerinnen. Beratung der Genossenschaft und des Landwirtschaftsministeriums in Fragen der Aus- und Weiterbildung von Bauern und von Lehrern für den ländlichen Raum. Vorträge auf Gewerkschaftstagung in Dakar (Senegal).

1975 - 1980 Promotion in Frankfurt bei Ernest Jouhy. Dissertation: „Erziehung zur Überwindung von Unterentwicklung. Das Beispiel Somalia.“ (dipa-Verlag. Frankfurt 1982) Promotion zum Dr. phil. (magna cum laude). Das Promotionsstudium ging einher mit einem kompletten Pädagogikstudium, das mit einer gesonderten Prüfung abgeschlossen wurde (Noten: gut und sehr gut). Während des Promotionsstudiums Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Frankfurt, Fachbereich IV, Erziehungswissenschaften, Studienrichtung Pädagogik mit der Dritten Welt; Schwerpunkte: Durchführung von Seminaren, Beratung deutscher und ausländischer Studenten, Forschung, Administration. Abnahme von Prüfungen. Forschung im Iran und in Puerto Rico/USA.

1980 folgende

1980 Wissenschaftlicher Angestellter bei der Deutschen Stiftung für Internationale Entwicklung (DSE) in Mannheim; administrative und pädagogische Tätigkeit.

1980 – 2010 Professor für Sozialwissenschaften an der Hochschule des Bundes (HS Bund) für öffentliche Verwaltung, FB Bundeswehrverwaltung in Mannheim. Schwerpunkte: Allgemeine Soziologie und Sozialpsychologie. Soziologie der Verwaltung. Führungs- und Mitarbeiterbeziehungen. Soziologie der ökologischen Krise. Aktiv auf Bundesebene in der Fachgruppe Psychologie /Soziologie der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung; Curriculumentwicklung für das Verwaltungsstudium. 1995 - 1997 Sprecher der Gruppe. Regelmäßig Durchführung von Hochschultagen 'Ökologie und Verwaltung' für Mitarbeiter der Bundeswehrverwaltung und für Studierende des Fachbereichs.

Gastdozentur an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mannheim.

Gastvorträge an der Hochschule Mannheim anlässlich der Hundertjahrfeier der Hochschule. Themen: ‘Professionelle Persönlichkeitsentwicklung und Verwaltungsreform’ und ‘Die Diktatur des rechten Winkels - Soziologie der ökologischen Krise.’

Vortrag auf einem internationalen Literatursymposium in Bydgoszcz (früher Bromberg), Polen. Thema: 'Ein Gedicht ist ein vollkommenes Fragment. Die Bedeutung von Literatur für Individuum und Gesellschaft.' Mehrere Kabarettauftritte und Lesungen auf diesem Symposium und an der Universität von Bydgoszcz vor Deutschdozenten und -studenten.

Vortrag auf einer internationalen Konferenz von Literaturwissenschaftlern an der Universität Wrocław (Breslau). Ebenso Kabarett und Lesung vor Deutschdozenten und -studenten.

Festansprache auf Jahrestagung des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker. Thema: ‚Wir sind die Umstände der anderen - ändern wir also die Umstände. Gesellschaftlicher Wandel im Spannungsfeld zwischen Persönlichkeitsentwicklung und Strukturreform.’

Vortrag im Jüdischen Lehrhaus auf dem Evangelischen Kirchentag in Stuttgart. Thema: ‚Was geht Auschwitz mich an?‘

Sprecherfunktion im kommunalen ‚Arbeitskreis Mahnmal’. Der Arbeitskreis bereitete die Errichtung des Mahnmals an das Schicksal der Mannheimer Juden vor P 2 (Nähe Paradeplatz) im Jahre 2003 vor.

Mehrfach Festansprachen bei den Freisprechungsfeiern für die Meisterinnen und Meister der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald im Mannheimer Rosengarten.

Predigten in evangelischen Kirchen.

Reisen nach Frankreich, Irland, Israel, Polen, Puerto Rico.

Vorträge und Auftritte können auf YouTube, Facebook und www.hpschwoebel.com gesehen und gehört werden. Dazu gehört Der Schwöbel-BLOG am Samstag, eine wöchentliche Serie von analytischen Essays und Poesie:

Hans-Peter Schwöbel podcast.de