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Gemälde: Waltraud Gossel (Ausschnitt)
Die guten Bösen und die bösen Guten
Hans-Peter Schwöbel
„Wenn gute Menschen schlechte Menschen schlagen, geschieht denen recht!“ (Jiang Qing, vierte Gattin Mao Zedongs, vor Schülern. Zitiert in DIE WELT AM SONNTAG, 12. Juli 2026, Seite 54)
Im Beitrag von Peter Dittmar ist weiter zu lesen:
„Der vor 2000 Jahren lebende gelbe Kaiser Qin Shihuangdi habe 406 konfuzianische Gelehrte lebend begraben lassen, spottete Mao Tse-tung einmal, „wir haben einige Hunderttausend Konterrevolutionäre unter die Erde gebracht. Mehr als 46.000 Intellektuelle waren darunter. Wer mich als Qin Shihuangdi beschimpft, hat recht. Nur – ich bin hundertmal schlimmer.“ (Zitatende Mao)
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Foto: Hans-Peter Schwöbel
Was tun, wenn die Mehrheit einen schlechten Geschmack hat?
Hans-Peter Schwöbel
Noch einmal Immanuel Kant: „Geschmack ist das Vermögen, Qualität zu beurteilen.“
Ein freundlicher Leser hat mich mit Bezug auf diesen Kant-Satz auf folgende Frage aufmerksam gemacht:
„Was tun, wenn in einer Demokratie die Mehrheit einen schlechten Geschmack hat?“
Meine Antwort:
Dass Eliten einen schlechten Geschmack haben, im Sinne mangelnden Vermögens, Qualität zu beurteilen, ist viel wahrscheinlicher als beim Volk - dem großen Lümmel (Heinrich Heine). Was die politisch-medial-religiösen Eliten in Deutschland, Europa und anderen Ländern des Westens uns seit Jahren an Unvermögen zumuten, Qualität hervorzubringen, kann ein Stammtisch mit sechs Schoppen Riesling im Kopf pro Kopf nicht überbieten.
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Egomanen sind Ich-schwach
Hans-Peter Schwöbel
Julian Nagelsmann habe ich immer als uncharmanten, unsicheren Stoffel erlebt. Mann ohne Manieren. Joachim Löw war nicht viel besser.
Für eine Nation mit Selbstachtung kämen solche Leute als Bundestrainer für die Fußballnational-Mannschaft nicht infrage. Als Botschafter eines großen Kulturvolkes und einer fußballtüchtigen, fußballsüchtigen Nation ist er auf der Weltbühne bedeutender als sämtliche Botschafter, die Deutschland im Diplomatischen Dienst bei anderen Staaten vertreten. Die kennt kaum jemand. Den Fußball-Bundestrainer kennen (fast) alle.
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Symptom eines umfassenden Niedergangs
Hans-Peter Schwöbel
In meinem nicht ganz kurzen Leben bin ich weit herumgekommen und in vielen Fällen tief in Kontakt mit Menschen und ihren Kulturen gelangt. Arbeits- und Forschungsaufenthalte in Ost- und West-Afrika, im Iran, in der Karibik. Dazu kommen jeweils mehrere Reisen nach Irland, Israel, Polen, Tschechien, Frankreich, USA – um nur einige zu nennen. Selten Urlaubsreisen, meist Arbeit, Forschung, Kunst, Literatur, Bildung und Versöhnung.










